Google VS. Freenet Round 2 – Freenetmails werden weiterhin geblockt – Ursache

Am Montag hatte ich bereits darüber berichtet, dass Google momentan die Zustellung von Emails, die von Freenet aus gesendet werden, blockt. Im Google-Hilfe Forum wird bereits seit letzter Woche an der Lösung des Problems gearbeitet, und auch Google-Mitarbeiter haben sich bereits in dem verlinkten Thread dazu geäußert.

Die Aussagen der Mitarbeiter waren Anfangs klar:

Henrike: “[…]Von einer generellen Umstellung in unserem System zu dem von euch genannten Datum, die die Schwierigkeiten mit freemail verursachen könnte, ist nichts bekannt.[…]”

Nichts bekannt? Ok – Da hat wohl jemand nicht richtig nachgeschaut, denn eigentlich sollte bekannt werden wenn der Hauseigene Spamfilter neue Regeln dazu bekommt.

Der Spamfilter von Google hat seine Regeln nämlich dahingehend angepasst, das keine einzige Email die von Freenet ausgeht seinen Empfänger bei Googlemail erreicht!

Mit etwas Glück (ja etwas Glück!!) bekommt man folgende automatische Antwort vom Googlemail-System zurück:

MEINEADRESSE@gmail.com
SMTP error from remote mail server after initial connection:
host alt4.gmail-smtp-in.l.google.com [74.125.79.114]:
421-4.7.0 [195.4.92.94] Our system has detected an unusual amount of unsolicited
421-4.7.0 mail originating from your IP address. To protect our users from
421-4.7.0 spam, mail sent from your IP address has been temporarily blocked.
421-4.7.0 Please visit http://www.google.com/mail/help/bulk_mail.html to review
421 4.7.0 our Bulk Email Senders Guidelines. 28si1485885eyg.36:
retry timeout exceeded

Für alle die das nicht wirklich verstehen die Übersetzung: “Unser System hat erkannt, dass eine ungewöhnliche Menge von unverlangten Emails von Ihrer IP Adresse aus gesendet werden. Um unsere User vor Spam zu schützen, werden Mails von Ihrer IP Adresse temporär geblockt

Das lustig an der Sache ist, das die jeweiligen Empfänger bei Googlemail davon nichts mitbekommen. Die Emails landen noch nicht einmal im Spam-Ordner, der User wird bevormundet weil die Email einfach abgewiesen wird.

Das wäre in etwa so als wenn die Post sagt: “Ne Briefe aus Berlin stellen wir nicht mehr zu, weil dort ein paar Leute sitzen die unerwünschte Werbung verschicken. Wir sagens aber keinem der Empfänger.

Freenet hat übrigens folgendes zu der Problematik geäußert (Link):

Spam-Block durch andere Anbieter
Sehr geehrter Herr XXX,

der Anbieter Googlemail.com verweigert derzeit die Annahme einzelner E-Mails, die mit der Absenderadresse @freenet.de gesendet werden. Grund hierfür ist ein, aus Sicht des Anbieters, vermeintlich hohes Aufkommen von sogenannten Spammails über freenet-Adressen.

Wir stehen bereits in regen Gesprächen mit Googlemail.com, damit die uneingeschränkte E-Mail Nutzung für Sie wieder möglich wird. Da die Entsperrung von Seiten Googlemail.com erfolgen muss, können wir Ihnen leider keinen Zeitpunkt nennen, zu welchem die zurzeit geblockten E-Mails von Googlemail.com wieder angenommen werden.

Wir möchten uns für die entstandenen Unannehmlichkeiten bei Ihnen entschuldigen und Ihnen nochmals versichern, dass wir mit Hochdruck an der Beseitigung der Problematik arbeiten.

Mit freundlichen Grüßen

Am lustigsten finde ich den Passus: “[…]verweigert die Annahme einzelner E-Mails, die mit der Absenderadresse @freenet.de gesendet werden.[…]”. Freenet spielt das Problem herunter, da nicht “einzelne” Emails mit der Absenderadresse “@freenet.de” geblockt werden, sondern alle Emails die über Freenet gesendet werden! (In meinem Fall @live-site.de, @voizchat.de, @friespace.de, usw.)

Sollten diese regen Gespräche negativ ausfallen, hat Freenet wohl ein Problem, denn Google ist definitv einer der wichtigsten (und auch leider der besten) Emailanbieter die es gibt.

Es bleibt abzuwarten wie sich das ganze Entwickelt. Ich für meinen Teil befinde mich jetzt schon auf der Suche nach einem Alternativen SMTP-Relay Anbieter, da Freenet für mich so langsam aber sicher keine 100%ige Lösung mehr ist.

VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 0.0/5 (0 votes cast)

Ein Kommentar

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.